März 2014
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Neue und Junge Mitglieder des Kunstvereins Bad Neustadt stellen frische, neue Werke aus.

Herzliche Einladung!
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Schwarz-weiß-plus
In der Jahresausstellung der Reihe „Querschnitt“ präsentiert der Kunstverein Fulda e.V. vom 7. März bis 6. April 2014
Liebe Kunstfreunde,

wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich zur Vernissage am 07.März 2014 um 19 Uhr
im Kunstverein Bad Neustadt, Donsenhaug 3, 97616 Bad Neustadt ein.

Die Ausstellung ist geöffnet vom 08.03.2014 bis 06.04.2014
Öffnungszeiten: Samstags und Sonntags von 14.00 Uhr - 18.00 Uhr

von Künstlern des Kunstvereins Fulda e.V.

"Querschnitt"

In der Jahresausstellung der Reihe „Querschnitt“ präsentiert der Kunstverein Fulda e.V. vom 7. März bis 6. April 2014 künstlerische Arbeiten seiner Mitglieder,
die sich mit dem Thema „Schwarz-weiß-plus“ auseinandergesetzt haben.

In der jüngeren Kunstgeschichte hat sich insbesondere Kasimir Malewitschs einprägsames Avantgarde-Werk „Schwarzes Quadrat auf weißem Grund“ (1915) in unser
kollektives Bildgedächtnis eingeschrieben – ein Gemälde, das vorgibt, den „Nullpunkt der Malerei“ zu markieren.
Doch was folgt auf diesen totalen Bruch mit der Gegenständlichkeit und den häufig zitierten Mythos der Moderne?

Diese Frage bildet den Ausgangspunkt Ausstellung „Schwarz-weiß-plus“. Anstelle eines strengen Dualismus wird in den gezeigten Arbeiten der Mitglieder des Kunstvereins vielmehr die Möglichkeit eines Aufbrechens starrer Referenzsystems erprobt. Dazu beziehen sie spielerisch ein drittes Farbelement in ihre Werke ein: Das „Plus“ am Ende des Titels steht für zehn Prozent Farbanteil im Gesamtbild.

Musikalische Begleitung: Kalle Ziegler mit Gitare und Vocal
Mit Besten Grüßen
KUNSTVEREIN FULDA e.V.
Gregor Pchalek
1. Vorsitzender
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Fotos und Bericht
in der Rhön und Saalepost
von
Andreas Sietz >>
Schwarz, weiß und ein Hauch von Farbe

Bad Neustadt (si) „Schwarz-Weiß“ gestaltet sich so manches Mal unser Alltag, scheinbar das ganze Leben und ein Hauch von Farbe erfüllt ihn erst mit Lebensfreude.

So nahm sich auch der Kunstverein aus Fulda dem Mysterium der Töne, die man vergebens im Spektrum des Farbkreises sucht, an und es entstanden faszinierende Werke im Bereich der Fotografie, des Fotoprints, in Öl oder Abtönfarbe auf Leinwand, Lichtinstallationen aus Stoff, Holz- oder Linoldrucke und plastische Holz- und Metallskulpturen.

So steht die Jahresausstellung der hessischen Künstler, die einen Querschnitt künstlerischer Arbeiten darstellt auch ganz im Zeichen von „Schwarz-Weiß-Plus“.
Das Plus ist ein Hauch von Farbe als drittes Farbelement, das den strengen Dualismus sprengt, ohne sich aber in den Vordergrund drängen zu wollen.

An die 60 Werke von über 30 Künstlern aus Fulda werden zurzeit in der Bad Neustädter Künstlervilla am Donsenhaug präsentiert.
Bereits im Eingangsbereich erwartete die zahlreichen Kunstfreunde im Rahmen der Vernissage drei große Portraits von Britta Jakobi, die den Titel „Mal so, mal so“ trugen. Die Malerin stellte klar, dass Schatten nur dort sei, wo auch Licht den Raum und auch das Leben durchflutet. So könne das eine ohne das andere nicht sein.
Dort wo plötzlich ein Hauch von Farbe ins Spiel komme, beginnt die Lebensfreude. Ihr besonderes „Plus“ präsentierte sie in einem Kopfmemory. Diese künstlerische Installation aus einzelnen Gesichtselementen konnte jeder ganz nach seiner eigenen Gefühlslage zusammenstellen.

Foto: „Paint it Black“ – Eine musikalische und künstlerische Aufarbeitung zum Thema „Schwarz-Weiß-Plus“. Im Rahmen der Vernissage war die musikalische Gestaltung durch Kalle Ziegler auf jeden Fall ein dickes Plus. Neben den zahlreichen Gästen ließen sich die zweite Vorsitzende des Kunstvereins aus Fulda Anne-Elisabeth Härtel sowie Gastgeber Csaba Horovitz von den Liedbeiträgen begeistern. Andreas Sietz
Foto: Csaba Horovitz (rechts) his (vl) Kurdirektorin Anja Hildmann, die Künstlerin Britta Jakobi, die eine von rund 30 Ausstellern ist, sowie die zweite Vorsitzende des Kunstvereins aus Fulda Anna-Elisabeth Härtel in der „Neuschter Künstlervilla“ herzlich willkommen. Andreas Sietz
Nachdem der erste Vorsitzende des gastgebenden Bad Neustädter Kunstvereins Csaba Horovitz die überaus zahlreichen Kunstfreunde in der Villa herzlich zum Ausstellungsaustausch willkommen geheißen hatte, stellte Anna-Elisabeth Härtel, die zweite Vorsitzende des Kunstvereins aus Fulda, fest, dass ein solcher Austausch ihr nicht nur persönlich am Herzen läge, sondern die regionale Vernetzung zwischen Kunstvereinen voranbringe und letztendlich eine besondere Plattform für den fachlichen und freundschaftlichen Erfahrungsaustausch biete.

Zur Ausstellung selbst bemerkte sie, dass Schwarz genauer genommen eine „Nichtfarbe“ sei, die fehlendes Licht und Farbe verkörpere. Schwarz sei in der westlichen Welt mit Negativem belastet. Schwarz stehe für Bedrohung, Tod und das Böse und so verbinde man sprichwörtlich die Ernsthaftigkeit und Mystik der Dunkelheit mit vielen Worten, wie Schwarzgeld, Schwarzbrennerei, Schwarzfahren oder Schwarzarbeit.
Schwarz stehe aber auch für Seriosität und Macht. Die Farbe „Weiß“ hingegen sei die vollkommenste Farbe, die sich physikalisch die Summe aller Farben ist und für Licht, Glaube, das Ideale, die Unschuld und das Gute stehe. Sie ist die Farbe des Glücks.
So gehen die Werke ins Gespräch mit uns selbst, mit unserer Gefühlswelt und ziehen den Betrachter in seinen Bann. Der Hauch von Farbe, der gezielt eingesetzt wurde, wird zum kleinen Blickfang, von dem sich der Betrachter aber schnell wieder abwendet und das Werk als ganzes auf sich wirken lässt.

Da passten auch die musikalischen Ohrwürmer mit Gänsehautfeeling-Garantie von Kalle Ziegler im Rahmen der Ausstellungseröffnung. Für seine eigene Interpretation des Rolling Stones Klassiker „Paint it Black“, dem düsteren Ende einer Liebe oder dem „Turn, Turn, Turn“, das durch die Byrds unsterblich wurde, erhielt der Künstler und Gitarrenspieler jede Menge Applaus. Er betonte, dass der Zugabesong das Wechselspiel eines über 3000 Jahre alten biblischen Textes von Liebe und Hass, von Krieg und Frieden, von gewinnen und verlieren sei und somit der Titel der Ausstellung „Schwarz – Weiß“ in seiner Gegensätzlichkeit passe.

Die Ausstellung läuft bis zum 6. April. Als Gegenbesuch will der Bad Neustädter Kunstverein mit seiner Jahresausstellung „Der nackte Mensch“ im April dann das Programm des Kunstvereins in Fulda bereichern.

Andreas Sietz