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Fotos
 


Die Gemeinschaftsausstellung
Friedens(ver)handlungen
endete am Sonntag, 17. Januar 2016 mit einer Tanzperformance

Am Sonntag, den 17.1.2016 um 17.30 Uhr lädt der Kunstvereins Bad Neustadt zur Finissage. Künstler-Führungen fanden statt und ein FriedensMahl mit Kriegsflüchtlingen aus Afghanistan, Syrien und der Ukraine. Nun endet die Gruppenausstellung zum Thema Friedens(ver)handlungen mit einer Tanzperformance. Die Performancegruppe um Annette Roggatz und Christine Breitenbücher thematisieren, im musikalischen Dialog mit Matthias Eichele am Piano, die Aktualität des Ausstellungsmottos. Die ausstellenden Künstler und Künstlerinnen freuen sich auf Gespräche und künstlerischen Austausch. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen.

Tanzperformerinnen: Annette Roggatz, Christine Breitenbücher, Elisabeth Mehler, Conny Braun.

Musiker: Matthias Eichele.

Für Rückfragen zur Ausstellung und zur Tanzperformance stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Dr. Annette Roggatz 0176 50092487,  Csaba Horovitz 09773 1250.



 
 

Fotos: Horovitz

Tanz auf den Wellen

Ausstellung Friedens(ver)handlungen endet mit beeindruckender Performance

Von Dagmar Klose

Zum zweiten Mal endete am vergangenen Sonntag eine Ausstellung des Kunstvereins Bad Neustadt in der Villa Donsenhaug mit einer Tanzperformance.
Vorstand Csaba Horovitz eröffnete den Abend.
Die Performancegruppe um Annette Roggatz und Christine Breitenbücher, im musikalischen Dialog mit Matthias Eichele am Piano, holte mit ihren magischen Bildern zum Ausstellungsthema „Friedens(ver)handlungen" alle Besucher in ein Boot.

„Das Boot legt sofort ab. Bitte begeben Sie sich zum Kai auf das obere Deck!" Wir stehen im Erdgeschoss des Kunstvereins Bad Neustadt. Aus krachenden Megafonen kommen Anweisungen. „Frauen und Kinder zuerst!" Dazwischen Klavierklänge aus der Ferne. Kinogänger erkennen eine Melodie aus dem Film Titanic, Kirchgänger die Melodie von „Näher mein Gott zu Dir". In kleinen Gruppen werden wir durch eine Lichtschleuse an Bord geführt. Plätze werden uns mit einer Taschenlampe angewiesen. Es ist eng, dunkel und still.

Nach einer einzelnen düsteren Klangwelle beginnt eine im Dunkel funkelnde große Wellenplastik von innen in verschiedenen Bereichen aufzuflackern, sprachlos in der Stille. Suchlichter tauchen zwischen den Wellen auf, die plötzlich belebt sind und immer heftiger in die Höhe steigen. Faszination und eine beklemmende Weite breiten sich aus. Es beginnt ein Dialog zwischen dem Klavier (Matthias Eichele) und den vier Performerinnen (Annette Roggatz, Christine Breitenbücher, Elisabeth Mehler und Conny Braun).
Im Licht des Erkers treibt eine Figurine im Wellenmeer. Ein Mensch wird zwischen den Wellen geworfen. Seenot. Und dann wieder Dunkelheit. Langsam, von vereinzelt gesetzten Tönen begleitet, steigt ein weißes Segel auf, das langsam und verheißungsvoll im Schwarzlicht leuchtet. Das weiße Segel formt sich zu skulpturale Figuren, die entstehen, sich in der Musik wiegen und sich wieder auflösen. Die lichten Geister über dem Meer wirken wie Boten von Rettung und Zuversicht.

Die zahlreichen Besucher hätten sich diesem faszinierenden Spiel zwischen Dunkel und Licht gerne noch länger hingegeben. Fast erstaunt waren sie, als sich das Boot wieder in einen hell ausgeleuchteten Ausstellungsraum verwandelte. Eine Zugabe gibt es trotzdem nicht. Performances sind genauso unwiederbringlich wie das richtige Leben.


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