Andrea S. Gertz
Multi-Künstlerin
Gedanken zum Werk
Dieses Werk entstand aus dem Wunsch, Sprache und Sehnsucht sichtbar zu machen. Die Form des Mundes steht für das, was gesagt wird, aber auch für alles, was unausgesprochen bleibt. Die Linien ergeben sich aus wiederholten Bewegungen, einem fast meditativen Prozess, bei dem jede Spur eine Stimme trägt.
Ich arbeite häufig mit Wiederholungen und feinen Strukturen. Dabei interessiert mich, wie Reduktion zu Intensität führen kann. Das Motiv wirkt auf den ersten Blick klar und direkt, doch die Oberfläche verwischt und bricht. Für mich liegt genau darin ein Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz.
Das Bild ist Teil einer Werkgruppe, in der ich mich mit Ausdruck und Identität beschäftige. Ich habe bewusst eine reduzierte Farbigkeit gewählt, um das emotionale Zentrum stärker zu fokussieren. Die roten Akzente markieren das, was lebt, pulsiert und nicht kontrolliert werden kann.